Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: Februar 2026
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB") regeln das Vertragsverhältnis zwischen der mAI Platform („Anbieter", „wir" oder „uns") und Unternehmen, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen („Kunde" oder „Sie") gemäß § 310 Abs. 1 BGB.
1.2 Diese AGB gelten ausschließlich für alle über die mAI Platform erbrachten Leistungen, einschließlich Enterprise-Workspaces, der Bereitstellung virtueller Maschinen (VM) sowie des LLM-API-Routings. Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, wir haben diesen ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
2. Vertragsgegenstand
2.1 Die mAI Platform stellt ein Multi-Agenten-System (MAS) sowie einen Frontend-Builder auf Basis von Künstlicher Intelligenz bereit. Je nach gewähltem Abonnement umfassen die Leistungen dedizierte virtuelle Maschinen (VMs), Benutzerlizenzen sowie den Zugang zu verschiedenen LLMs von Drittanbietern (z. B. OpenAI, Google Gemini).
2.2 Der Anbieter gewährleistet eine durchschnittliche jährliche Server-Verfügbarkeit von 99,0 %. Hiervon ausgenommen sind geplante Wartungsfenster sowie Ausfallzeiten, die durch Faktoren außerhalb unseres Einflussbereichs verursacht werden (z. B. Ausfälle von Drittanbieter-APIs).
3. Kontoregistrierung und Pflichten des Administrators
3.1 Der Nutzer, der einen Unternehmens-Workspace registriert, agiert als „Company Admin" und versichert, dass er rechtlich bevollmächtigt ist, den Kunden an diese AGB zu binden.
3.2 Der Company Admin ist verantwortlich für die Verwaltung aller zugewiesenen Benutzerkonten, die Konfiguration der VM-Infrastruktur sowie die Verwaltung der zugewiesenen LLM-Anbieter-Zugangsdaten.
3.3 Der Kunde haftet uneingeschränkt für alle Aktivitäten, Dateneingaben und API-Kosten, die durch seine zugewiesenen Nutzer verursacht werden.
3.4 Der Company Admin nimmt zur Kenntnis und stimmt ausdrücklich zu, dass bei einer Löschung des Unternehmens-Accounts – gleich aus welchem Grund – sämtliche dem Account zugeordneten Benutzerkonten sowie alle damit verbundenen Daten (Konversationen, Projekte, Einstellungen) unwiderruflich und vollständig gelöscht werden. Ausgenommen hiervon sind Rechnungs- und Zahlungsbelege, die aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten (§ 257 HGB, § 147 AO) für die Dauer von zehn Jahren aufbewahrt werden. Der Company Admin ist verantwortlich, alle betroffenen Nutzer rechtzeitig vor einer Löschung über diese Konsequenz zu informieren.
4. Entgelte, dynamische Abrechnung und Zahlungsbedingungen
4.1 Feste Grundgebühren: Monatlich wiederkehrende Gebühren für VM-Infrastruktur, Premium-Funktionen und Benutzerlizenzen werden im Voraus in Rechnung gestellt.
4.2 Dynamischer LLM-Verbrauch: Die Nutzung integrierter LLMs wird dynamisch auf Basis des Token-Verbrauchs (Tokens Ein / Tokens Aus) abgerechnet. Diese Kosten werden in Echtzeit kalkuliert und am Ende des Abrechnungszeitraums nachträglich in Rechnung gestellt.
4.3 Alle Preise sind ausschließlich Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Mehrwertsteuer (MwSt.).
4.4 Rechnungen werden digital bereitgestellt und sind unmittelbar nach Erhalt fällig, sofern auf der Rechnung nichts anderes angegeben ist. Im Falle des Zahlungsverzugs behalten wir uns das Recht vor, den Workspace-Zugang zu sperren.
4.5 VM-Infrastrukturpreise: Die monatlichen Kosten für bereitgestellte virtuelle Maschinen (Compute, Speicher, IP) spiegeln die aktuellen Anbieterpreise wider und können vom Anbieter mit einer Vorankündigungsfrist von 30 Tagen angepasst werden. Preisanpassungen gelten ab dem nächsten Abrechnungszeitraum und berühren bereits ausgestellte Rechnungen nicht. Die vertraglich vereinbarte Plattformlizenzgebühr des Kunden (Abschnitt 4.1) bleibt von solchen Anpassungen unberührt.
4.6 Token-Budget und Aufladung: Jedes Abonnement beinhaltet ein monatliches Token-Budget („Basis-Budget"), das zu Beginn jedes Abrechnungszeitraums zurückgesetzt wird. Nicht verbrauchtes Basis-Budget verfällt. Zusätzliches Token-Budget kann jederzeit erworben werden („Aufgeladenes Budget"); aufgeladenes Budget wird periodenübergreifend übertragen, bis es vollständig verbraucht ist. Das System verbraucht zunächst stets das Basis-Budget; aufgeladenes Budget wird erst genutzt, wenn das Basis-Budget erschöpft ist. Bei jeder Aufladung wird unmittelbar eine separate Rechnung ausgestellt.
5. Datenschutz (DSGVO) und KI-Nutzung
5.1 Beide Parteien verpflichten sich zur Einhaltung der geltenden Datenschutzgesetze, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
5.2 Hosting: Kundendaten und isolierte VM-Umgebungen werden in EU-Rechenzentren (z. B. Frankfurt) gehostet, um die Compliance sicherzustellen.
5.3 LLM-Datenverarbeitung: Bei der Nutzung von Drittanbieter-LLMs über den mAI Platform API-Router werden die Eingaben des Kunden (Prompts) an den jeweiligen Anbieter übermittelt. Wir setzen, wo verfügbar, „Zero-Data-Retention"-Richtlinien mit unseren API-Partnern durch. Der Anbieter untersagt ausdrücklich die Verwendung von Kundendaten zum Training eigener KI-Grundmodelle.
6. Haftungsbeschränkung
6.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
6.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesen Fällen ist die Haftung auf typische, vorhersehbare Schäden begrenzt.
6.3 Der Anbieter übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Rechtmäßigkeit oder Qualität der durch die integrierten LLMs generierten Inhalte.
7. Laufzeit und Kündigung
7.1 Enterprise-Abonnements werden auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und können von beiden Parteien mit einer Kündigungsfrist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen monatlichen Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
7.2 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
7.3 Nach Vertragsbeendigung werden alle Kundendaten innerhalb von 30 Tagen sicher von unseren aktiven Servern gelöscht, sofern gesetzliche Aufbewahrungspflichten nichts anderes erfordern.
7.4 Nutzer, die einem Unternehmens-Account zugeordnet sind oder diesem beigetreten sind, nehmen zur Kenntnis und stimmen ausdrücklich zu, dass ihr individuelles Benutzerkonto sowie alle damit verbundenen Daten unwiderruflich mitgelöscht werden, wenn der zugehörige Unternehmens-Account gelöscht wird. Dies gilt unabhängig vom Grund der Kontolöschung. Ein gesonderter Anspruch auf Datensicherung oder -übertragung besteht in diesem Fall nicht.
8. Schlussbestimmungen
8.1 Diese AGB und alle darunter geschlossenen Verträge unterliegen dem Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
8.2 Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Hamburg, Deutschland.
8.3 Weitere rechtliche Informationen sind unter mai-platform.com (Impressum) abrufbar.